Fette (Lipide)...
...sind die wichtigsten Energielieferanten in der Hundeernährung. Auch in der Katzenernährung sind sie neben den Proteinen die wichtigsten Lieferanten von Energie. Man unterscheidet zwischen pflanzlichen (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl etc.) und tierischen Fetten (Schmalz etc.). Generell ist zu sagen, dass vor allem in der Katzenernährung die tierischen Fette immer zu bevorzugen sind!
Bestandteil der Fette sind die Fettsäuren. Hierbei unterscheidet man zwischen gesättigten Fettsäuren, ungesättigten Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Wobei sich letztere wiederrum in Omega-3-und Omega-6- Fettsäuren einteilen lassen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure und Arachidonsäure sind sowohl für Hunde als auch Katzen essentiell. Sie müssen also mit der Nahrung aufgenommen werden! Wichtig ist hierbei auch das Verhältnis der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zueinander. Fleisch enthält meist viel Omega-6-Säuren, weshalb mit Ölen welche v.a. Omega-3-Fettsäuren und kaum Omega-6-Fetssäuren enthalten, das Verhältnis ausgeglichen werden muss. Dazu zählen z.B. Lachsöl aber auch pflanzliche Öle wie Leinöl, Hanföl, Rapsöl und Walnussöl. Während bei der Rohfütterung für Hunde möglichst zwischen verschiedenen Ölen abgewechselt werden soll, ist bei Katzen immer das Lachsöl vorzuziehen, da wissenschaftlich nicht erwiesen ist ob Katzen die Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen überhaupt entsprechend verwerten können.
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Fette sind zudem wichtig für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wie Vitamin A, D, E und K und schützen die Organe durch die Bildung einer schützenden Fettschicht.
Da das Fleisch meist zuwenig Fett enthält muss zumindest bei Katzen noch Fett hinzugefügt werden. Dazu dienen bei der Rohfütterung v.a. Schweineschmalz (ungefährlich da das Schmalz bei der Zubereitung auf ca. 130 °C erhitzt wird und der Aujeszky Virus dadurch abgetötet wird) und Gänseschmalz. Da manche Katzen (wie meine ;-) Tiger) Schmalz in ihrem Futter nicht so gerne mögen kann man aber auch zwischen fettreichen und fettarmen Fleischsorten abwechseln.
Zu den fettreichen Sorten zählen: Alles Geflügel mit Haut (v.a. Ente und Gans), Lamm, fettes Rindfleisch, etc.
Zu den fettarmen zählen: Hühnerbrust ohne Haut, Putenbrust ohne Haut, mageres Rindfleisch, Kaninchen, etc.




