Seit September 2007 bzw. April 2009 kommen unsere 5 Fellnasen in den Genuss der "Biologisch Artgerechten Rohfütterung".

 

Ich hätte nie gedacht, dass Daron nach 8 Jahren Fertigfutter so problemlos die Umstellung zu Rohfütterung schafft. Aber es war, als hätte er die ganzen Jahre nur darauf gewartet, dass sein Frauchen endlich kapiert was er gerne fressen möchte :-) Kein Durchfall, Verstopfung usw. was man als Nebenwirkung der Umstellung sehen könnte. Nix! Bei beiden, denn auch Nelly kannte nur Trockenfutter.

Es macht so einen Spass, zu sehen wie ruck zuck der Napf leer gefressen ist und auch noch blitzeblank geschleckt wird. Von den rohen Putenhälsen, Hähnchenhälsen, Kalbsbrustknochen o.ä. was grade die Tiefkühltruhe hergibt (die extra für die Hundis gekauft wurde) brauchen wir gar nicht zu reden, so schnell kann man nicht gucken und schon ist es verputzt :-)!!

Beide haben in Folge der Rohfütterung ein super schönes Fell bekommen. Darauf hat mich sogar unsere Tierärztin angesprochen (eine der wenigen Tierärzte/innen, die das Barfen befürworten)!!
Daron hat ein paar Kilos abgespeckt, was seinen Gelenken sehr gut tut und seine "prophylaxe" Herztabletten sind nun auch überflüssig geworden.

Update Mai 09

Aufgrund der so guten Erfahrungen mit den Hundis und der Lektüre verschiedener Bücher und Internetseiten über das Thema Rohfütterung von Katzen war klar, dass die Miezis auch -zumindest teilweise- gebarft werden sollten. Erst war ich noch etwas skeptisch ob die Drei das neue Futter überhaupt akzeptieren würden, aber über die erste rohe Mahlzeit (da noch ohne Supplemente) sind sie beinahe hergefallen...Nun supplementiere ich die Mahlzeiten vollständig und habe das Dosenfutter stark eingeschränkt. Die Rezepte berechne ich über den Kalkulator von dubarfst, den man im Forum, gegen eine kleine Spende an den IFAW, bestellen kann. Hintergrundwissen gibt es im Buch Natural Cat Food von Susanne Reinerth und dem dubarfst Forum sowie auf den Seiten der blauen Samtpfoten. Dort wird auch kritisch auf viele Vorurteile eingegangen und dem Barf-Einsteiger viele nützliche Tipps gegeben. Mir macht es einfach unglaublich Spass die Rezepte für meine Süßen zu berechnen und das Futter selbst zuzubereiten. Mindestens einmal in der Woche gibt es außerdem Eintagsküken und/oder Frostmäuse am Stück für die Drei ;).

Eine weitere Form der artgerechten Rohfütterung ist die Fütterung nach dem Prey-Modell. Dieses Modell sagt, dass die natürlichste Fütterung für unsere Tiere die Fütterung von ganzen Futtertieren darstellt (dazu gehören bei Katzen u.a. Küken, Mäuse, Wachteln etc.). Laut dem "Franken-Prey"-Modell ist es außerdem möglich unsere Miezen ohne großartige weitere Supplemente zu versorgen indem man das Futtertier sozusagen "nachbaut". Soll heißen nach diesem Modell füttert man seiner Katze ca. 30 % fleischige Knochen (10 % reiner Knochenanteil), ca. 60 % Fleisch (inklusive Haut, Fett, Sehnen, Nerven, etc.) und 10 % Innereien (davon 5 % Leber) und muss dann nichts mehr zusätzlich supplementieren da man ja quasi das normale Beutetier "nachgebaut" hat. Ich finde diese Form der Ernährung äußerst faszinierend und auch sehr einleuchtend. Weitere Infos gibt es (leider auf englisch) auf der Seite Rawfed Cats. Ich würde zu diesen Mahlzeiten trotzdem immer noch Taurin und Rinderblut (bzw. Fortain) zufüttern da diese bei toten Futtertieren im Vergleich zu frisch gefangenen nicht mehr in dem Maße enthalten sind. Außerdem ist es hierbei natürlich besonders wichtig viel Abwechslung in den Speiseplan zu bringen und sich eingehender zu informieren!

!!Wichtig ist aber in jedem Fall alle Knochen nur roh zu füttern KEINESFALLS gekocht!! Gekochte oder gebratene Knochen splittern leicht und können zu Verletzungen der Speiseröhre, des Magen und des Darmes führen!

 

Es schmeckt....

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Hier geht es zu einem kleinen Video von Aragon beim Küken futtern...:)) Nix für sehr sanfte Gemüter!!

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Fleischsorten

  • Geflügel: ganze Hühner, Puten, Gänse, Enten, Wachteln oder Küken, Herzen, Mägen, Innereien, Hühnerhälse, Karkassen, etc.
  • Rind: Muskelfleisch, Herz, Leber, Niere, Lunge, Pansen und Blättermagen (falls die Katze die letzteren frißt ;-))
  • Lamm: siehe Rind
  • Kaninchen/Hase: alle Teile
  • Reh/Hirsch: Muskelfleisch
  • Fisch: bevorzugt Salzwasserfische, da Süßwasserfische oft größere Mengen des Enzyms Thiaminase enthalten, welches das Vitamin B1 (Thiamin) zerstört und deshalb bei übermäßiger Aufnahme zu Mangelerscheinungen führen kann; Lachs als Vitamin D Lieferant
  • Frost-Mäuse: ganz ;-)

Von der Verfütterung von rohem Schweinefleisch (auch Wildschwein!) sollte dagegen abgesehen werden!!
Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky Virus enthalten. Dieses ist zwar für den Menschen ungefährlich bei Hunden und Katzen endet die Infektion mit dem Virus nach kurzer Inkubationszeit jedoch immer tödlich! Zwar ist der Hausschweinbestand in Deutschland laut EU seit März 2003 Aujeszky-frei, dennoch besteht ein Restrisiko.
Wer seinen Tieren unbedingt Schweinefleisch verfüttern möchte sollte dieses daher immer gekocht verfüttern da das Virus bei einer Temperatur von 60 °C abgetötet wird.

Exotische Fleischsorten wie beispielsweise Pferd, Antilope, Känguruh, Strauß etc. sollten dagegen im Normalfall nicht verfüttert werden. Da auf diese im Zuge einer Ausschlußdiät bei einer Futtermittelallergie möglicherweise zurückgegriffen werden muss. Ist dies der Fall ist es wichtig auf Fleischsorten zu wechseln mit denen das Tier zuvor noch nicht "in Berührung" gekommen ist. Deshalb ist es immer wichtig sich hierbei ein paar Optionen wie die oben genannten Fleischsorten offen zu halten.

Zusätze für die Hundis

Zusätzlich zu ihrem Obst, Gemüse, gewolften Fleisch, Fisch, Molkereiprodukte, Öl, Eier und rohen fleischigen Knochen bekommen die zwei Hundis noch ab und zu oder auch kurartig Zusätze in ihr Futter wie z.B.:

  • Hagebuttenpulver: u.a. reich an Vit C, zur Stärkung des Immunsystems
  • Spirulina platensis: reich an essentiellen Aminosäuren
  • Chlorella pyrenoidosa: starke blutreinigende Wirkung
  • Perna Canaliculus Muschelextrakt: fördert einen gesunden Gelenkapparat
  • Gelenk Phyt
  • Fortain: s.u.

Zusätze für die Miezen

Das gewolfte oder in Stücke geschnittene Fleisch wird bei der natürlichen Supplementierung nach dem "Barf-Modell" mit verschiedenen Supplementen versetzt, damit es eine vollwertige Nahrung darstellt. Neben Leber (Vit A), Lachs (Vit D) und gegebenenfalls Schmalz (Fett) und etwas Ballaststoffen (z.B. geraspelte Karotten oder auch Sesam) werden daher folgende Supplemente benötigt:

  • Taurin: Aminosulfonsäure, kann von der Katze nicht oder nur in zu geringen Mengen synthetisiert werden, essentiell
  • Seealgenmehl: liefert Jod
  • Knochenmehl: gleicht fehlendes Calcium und Phosphor im Rezept aus
  • Dicalciumphosphat: Alternative zum Knochenmehl (s.o.)
  • Eierschalen: Calciumlieferant
  • Calciumcitrat: Calciumlieferant
  • Fortain: für den Bedarf an Eisen (auch Rinderblut)
  • Meersalz: für den Ausgleich des Elektrolythaushaltes
  • Bierhefe: enthält verschiedene B-Vitamine
  • Allcura Vitamin E Tropfen: liefert Vit E
  • Weizenkeimöl: ebenfalls Vitamin E Lieferant, bei nierenkranken Katzen lieber nicht verwenden (dafür Vit E Tropfen)
  • Lachsöl: zum Ausgleich der Omega-Fettsäuren
  • Nachtkerzenöl: ebenfalls zum Auslgleich der Omega-Fettsäuren, kurmäßig während des Fellwechsels, für Katzen mit Epilepsie nur bedingt geeignet!

Hier bestellen wir ...

Frostfleisch,Knochen usw.
Bärbel Skibbe
Hitzegrad
Tierhotel
Katzen und Hundeparadies
Supplemente & Co.
Lillys-Bar
Barf-shop

Wer sich noch mehr über das Thema B.A.R.F. ® informieren möchte, schaut am besten mal unter folgenden Links nach:

B.A.R.F. ® Linktipps

Hunde B.A.R.F.® Links
Drei Hunde Nacht
Der grüne Hund
Gesunde Hunde
Du Barfst - Forum
Raw meaty bones
Katzen B.A.R.F.® Links
Blaue Samtpfote
Savannah Cats
Du Barfst - Forum
Rawfed Cats

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